Archiv für Oktober 2008

Afterdemoparty

Am 22. November findet nach der Demonstration im Besetzten Haus Erfurt eine Afterdemoparty statt. Freut euch auf DJ’s, gutes Essen, Platz zum Austauschen, Kino und einen Ruheraum. Der Soli-Eintritt dient zur Deckung entstandener Kosten. Es legen auf:

Das Zirkuskind (exLEpäng/leipzig)
Oscar Hilde (arm aber schön/berlin)

Kommt vorbei. Wir freuen uns auf Euch.

[Erfurt] Mit Wasser gegen Wasserabstellung

Der Eigentümer Golla hat den Besetzer_innen zum 31. Oktober bei den Wasserwerken das Wasser abbestellt. Dass er damit die dort lebenden Menschen von einem lebenswichtigen Gut abschneidet scheint ihn wenig zu stören. Um so mehr stört das jedoch die Besetzer_innen und ihre Unterstützer_innen. Diese nahmen eine life Sendung des lokalen Radiosenders „Radio F.R.E.I“ mit Thema „Wem gehört die Stadt?“ zum Anlass, um mit einer Wasserkette durch die Innenstadt und einer spontanen Demonstration gegen die Wasserabstellung zu protestieren. Mehr als 100 Menschen beteiligten sich an den Aktionen. Weiterlesen…

Einen weiteren Bericht mit Fotos gibt es bei BlackRedPress.

[Erfurt] Häuserkampf spitzt sich zu

Die Auseinandersetzung um das Besetzte Haus in Erfurt spitzt sich zu: So kündigten die Stadtwerke auf Aufforerung des neuen Besitzers Helmut Golla an, zum Ende des Monats das Wasser abstellen zu wollen. Außerdem lehnten die Besetzer_innen jüngst eine Vereingsründung ab, die von der Stadt als Grundbedingung für ein Ersatzobjekt gemacht wurde. Für den 22. November wird zu einer überregionalen Demonstration nach Erfurt mobilisiert.

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Antifa support topf.squat in Erfurt

Wir, Erfurter Antifas, wollen uns für den Erhalt des besetzten Topf und Söhne-Geländes einsetzen. Das B-Haus ist als Bestandteil Linker Subkultur Erfurts und auch regional nicht mehr wegzudenken. Für uns war und ist es ein Ort, wo mensch sich treffen kann, wo Konzerte und Diskussionen laufen, wo Partys steigen, aber auch sich mit der Geschichte des Topf und Söhne-Geländes, der Geschichte der biederen Ofenbauer von Auschwitz auseinandergesetzt wird.
Wir erachten es nicht als zwingend notwendig, den xten Supermarkt auf dem Gelände entstehen zu lassen und/oder die xte überteuerte Wohnanlage hinzusetzen. Uns ist ein Ort antifaschistischen Handelns um Vieles wichtiger. Solche Orte und soziale Räume wie das B-Haus in Erfurt gibt es nur noch wenige. Es sind jedoch Orte, die um so mehr gebraucht werden, wie sich die Verhältnisse, der Rassismus, Antisemitismus und Sexismus, kurzum alle Zumutungen des Kapitalismus verschlimmern.

Die Antifa-Mobilisierungseite für die Demo „Hände weg vom Besetzten Haus in Erfurt“ am 22.11.2008 findet ihr unter: http://www.antifa-support-topfsquat.de.vu

Besetzer_innen lehnen Vereinsgründung unter den vorgegebenen Bedingungen ab

Gestern entschieden sich die Besetzer_innen eines Teils des ehemaligen Topf & Söhne Geländes gegen eine Vereinsgründung. In den Gesprächen mit der Stadt Erfurt hatte diese eine schnellstmögliche Vereinsgründung zur Bedingung für die Bereitstellung eines Alternativobjekts für das derzeit akut von der Räumung bedrohte soziokulturelle Projekt gemacht.
„Das Vorgehen der Stadt in den letzten Wochen hat auf uns sehr viel Druck ausgeübt. Uns wurde in sehr kurzer Zeit sowohl die Entscheidung über die Gründung eines Vereins abverlangt, als auch die Aufgabe unseres Objektes für ein bis vor einer Woche vollig unbekanntes Gebäude gefordert. Letztlich gab es für uns nur eine mögliche Wahl und damit keinen Entscheidungsspielraum.“ so eine Sprecherin der Besetzer_innen.
Das einzige von der Stadt angebotene Objekt sei zu klein, da nicht einmal alle Menschen, die im bisherigen Objekt gelebt haben, darin Platz finden würden, geschweige denn alle Projekte. Außerdem läge das Gelände sehr weit außerhalb, hat jedoch trotzdem den Nachteil, dass es direkte Anwohner_innen gibt, die sich sicher permanent gestört fühlen würden.
„Der Aufwand und die Risiken einer Vereinsgründung sind für dieses Objekt nicht angemessen.“ so die Sprecherin. Ein Risiko stelle dar, dass die Besetzer_innen durch die geplante Förderung städtischerseits zur Finanzierung der Miete in Abhängigkeit zur Stadt geraten würden. Spätestes nach der nächsten Wahl sei die Finanzierung nicht mehr sicher. Abhängig wären sie vermehrt auch von dem Wohlwollen der städtischen Behörden. Die Sprecherin argumentiert weiter: „Nicht zuletzt sind Vereinsstrukturen aus unserer Sicht zu hierarchisch und widersprechen unserer Auffassung von Selbstverwaltung mit Konsensentscheidungen, die in den letzten sieben Jahren aufgebaut wurde.“ Unter veränderten Bedingungen (z.B. geeigneteren Alternativobjekten) würden die Besetzer_innen diese Entscheidung noch einmal neu diskutierten und die Vor- und Nachteile neu abwägen.

Die Besetzer_innen eines Teils des ehemaligen Topf & Söhne Geländes

Radio Corax: Interview zum Besetzten Haus Erfurt

Es ist schon ein halber Skandal für die thüringische Landeshauptstadt Erfurt: direkt auf dem Gelände der ehemaligen Firma Topf und Söhne, also der Firma, die die Verbrennungsöfen der nazionalsozialistischen KZs baute , auf diesem Gelände sollen Einkaufszentren entstehen. Als wäre das nicht schon eine selten unverantwortliche Geschichtsbewältigung, soll auch noch das auf dem Gelände befindliche politische-autonome und Kultur- Zentrum besetztes Haus geräumt werden.

Das Interview gibt es bei freie.radios.net

Infoveranstaltung und Foto-Ausstellung im Café Wagner in Jena

Die Fotoausstellung über das Besetzte Haus in Erfurt „Über sieben Jahre Besetzung in Bildern“ wird als nächstes im Café Wagner in Jena ausgestellt. Die Eröffnungsveranstaltung am 30. Oktober um 19 Uhr ist gleichzeitig eine Infoveranstaltung für die Demo am 22. November. Es gibt Sekt, einen Vortrag, einen Film und im Anschluss eine Diskussion. Die Ausstellung ist dann bis zum 13. November im Café Wagner zu sehen.

Infos: Café Wagner Jena | Zur Ausstellung

[Erfurt] Freiluftwohnen fürs besetzte Haus

Am Freitag machten es sich ca. 30 Personen vor dem Rathaus in Erfurt bei Kaffee und Tee auf mitgebrachten Möbeln gemütlich. Mit dieser Aktion sollte auf die akut bedrohte Lage des besetzten Hauses aufmerksam gemacht werden. Die nach kurzer Zeit angerückte Polizei kesselte alle AktivistInnen und nahm ihre Personalien auf.
Teppich, Sofas, Stühle, Tische, Stehlampe, Fernseher und Wohnzimmerpflanzen – all dies schafften am Freitag, den 17. Oktober 2008, SympathisantInnen des besetzten Hauses vor das Rathaus. Hinzu kamen Tee, Kaffee, Popcorn, Brötchen, veganer Aufstrich und Pistazien. Mit diesem Equipment wollten die ca. 30 AktivistInnen demonstrieren, wie das Zusammenleben in einem besetzten Haus aussehen kann. Weiterlesen…

Nochmal Banner

Zwei weitere Banner zum Verlinken:


Audio Collage

Teil der am 14. Oktober im Cafe-Hilgenfeld in Erfurt eröffneten Ausstellung „Über sieben Jahre Besetzung in Bildern – Fotoausstellung über das Besetzte Haus Erfurt“ ist eine Audio-Collage. Zu hören sind Meinungen und Statements von AktivistInnen aus dem besetzten Haus Erfurt. Die Collage soll euch an dieser Stelle nicht vorenthalten werden:

Download (.mp3)

Die Ausstellung ist noch bis zum 28.10. im Café Hilgenfeld (Campus der Uni Erfurt) zu sehen.