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Ermittlungsausschuss (EA)

Was ist eigentlich ein Ermittlungsausschuss (EA)?

Der EA sammelt neben allgemeinen Informationen zu Übergriffen, Ingewahrsamnahmen und Festnahmen hauptsächlich die Namen und Geburtsdaten von Verletzten und Fest-/ Ingewahrsamgenommenen.
Er hält Kontakt zu AnwältInnen und gewährleistet so, dass die Festgenommenen rechtzeitig einen Rechtsbeistand zur Seite gestellt bekommen.
Außerdem versucht der Ermittlungsauschuss herauszufinden, auf welche Wachen und Gefangenensammelstellen (GeSa) die Leute gebracht wurden und den Vorgang dort zu beschleunigen.
Darüber hinaus leistet er psychische Hilfestellung, indem er den Betroffenen (auch FreundInnen & Eltern) – wie im übrigen auch der Polizei – bewusst macht, dass die Situation in der Wache/ Sammelstelle auch draußen bekannt ist und sich Leute um die Fest-/ Ingewahrsamgenommenen kümmern.
(kopiert von www.ermittlungsausschuss.antifa.net/)

Der EA wird während grösserer Aktionen und der Demo am Samstag erreichbar sein:

0174 – 896 43 45


Wann solltet ihr den EA anrufen und was solltet ihr sagen?

Wenn ihr festgenommen werdet: Ihr habt das Recht zu telefonieren! Ruft den EA an und sagt
- euren Namen und euer Geburtsdatum
- in welcher Stadt ihr gemeldet seid
- wann und wo ihr festgenommen worden seid
- wie die Polizei das begründet, z.B. Unterbindungsgewahrsam oder Verdacht auf Straftat sowieso; NICHT: was ihr gemacht habt oder nicht gemacht habt
- wo ihr festgehalten werdet
- Wenn ihr etwas über Mitgefangene wisst, die selbst nicht anrufen können, sagt auch ihre Daten durch
- Meldet auch, wenn andere oder ihr verletzt seid, die Unterbringung menschenunwürdig ist oder ähnliches

Wenn ihr Festnahmen beobachtet, versucht die Namen der Betroffenen zu erfahren und an den EA zu melden.

Vergesst nicht, euch abzumelden, wenn ihr entlassen worden seid.

Ihr solltet euch, bevor ihr euch an Aktionen beteiligt, mit den wichtigsten Verhaltenstipps vertraut machen (hier nachlesen!). Nichts ist ärgerlicher, als wegen Unwissenheit oder Nachlässigkeit in juristische Bedrängnis zu geraten. Diese Tipps sind alle wichtig; am wichtigsten aber sind:


Keine Aussagen bei den Bullen!
Nichts unterschreiben!

Wegen schlechter Erfahrungen weisen wir noch besonders auf zwei Punkte hin:


Kein Alkohol! Keine Drogen!
Keine „versehentlich nicht ausgepackten“ Waffen oder gefährliche Gegenstände!

Je klarer euch im Vorfeld ist, was ihr erreichen wollt, und je besser ihr euch vorbereitet, desto höher ist die Chance, dass eine Aktion ein Erfolg wird, und desto ungefährlicher ist sie für euch.

Wir empfehlen euch folgende Broschüren zu lesen:
- „Zusammen mehr erreichen – Kleiner Ratgeber für Bezugsgruppen“
- „Zusammen mehr erreichen… – Band 2: Orientieren und bewegen bei Aktionen“
- „Was tun, wenn’s brennt?!“

Wenn ihr etwas beobachtet habt, das für spätere Gerichtsverfahren interessant sein könnte: Schreibt es in einem Gedächtnisprotokoll auf (Hinweise). Schreibt an die Rote Hilfe in Erfurt (erfurt[ät]rote-hilfe.de) und sprecht ab, wie ihr Kopien übergeben könnt für den Fall, dass ihr gebraucht werdet bei Prozessen, von denen ihr sonst womöglich nichts erfahrt.

Wir wünschen euch viel Einfallsreichtum, Mut und Kraft!
Und lasst euch nicht erwischen ;-)

Tips zum Verhalten auf Demonstrationen gibt es in folgendem Video:

Schlafplätze

In Erfurt sind zahlreiche Schlafplätze vorhanden. Zur Aktionswoche könnt ihr also problemlos unterkommen. Zur besseren Koordinierung meldet euch bitte unter squat.ef(at)gmx.net im Vorfeld an.